11. August 2017

DIE LINKE: Anfrage Statement zur Weiterbildung

Beitrag von Rosemarie Hein im Weiterbildungsmagazin managerSeminare. "Damit Menschen bis ins hohe Alter lernen können müssen die Bedingungen stimmen und ein gleicher Zugang für alle gesichert werden: Das ist Aufgabe von Bildungspolitik. Lebenslanges Lernen umfasst die Verwirklichung individueller allgemeiner Bildungsinteressen genauso wie die Qualifizierung für eine berufliche Neuorientierung oder Fort- und Weiterbildung im ausgeübten Berufsfeld. Im Bereich der Weiterbildung fehlen wesentliche gesetzliche Regelungen, die der Bedeutung dieses Lernbereiches gerecht werden. DIE LINKE setzt sich für eine gesellschaftliche Aufwertung der Weiterbildung ein. Das betrifft nicht zuletzt die Bezahlung des Personals in der Weiterbildung. Sie darf aber nicht auf ihre kurzfristige ökonomische Verwertbarkeit reduziert werden. Wir sind der Ansicht, dass es für die berufliche, als auch die allgemeine Weiterbildung ein individuelles Recht auf bezahlte Freistellung der Beschäftigten geben muss. Dieser Anspruch könnte beispielsweise in einem bundesweiten Bildungsrahmengesetz verankert werden. Dazu aber muss das Grundgesetz für eine Zusammenarbeit von Bund und Ländern geöffnet werden. Weiterbildung im Auftrag und im Interesse des Arbeitgebers muss auch von diesem finanziert werden. Sie darf auch nicht auf den Bildungsurlaub angerechnet werden. Damit alle Menschen unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund im Laufe ihrer Biografie Bildungs- und Weiterbildungsangebote wahrnehmen können, müssen BAföG und Meister-BaföG harmonisiert und zu einer Erwachsenenbildungsförderung ohne Altersgrenze ausgebaut werden."