6. Mai 2011

Grußwort 5 Jahre Familenhaus Magdeburg e.V.

Sehr geehrte Frau Wölk, sehr geehrter Herr Schuhmann, sehr geehrter Herr Giefers,

Liebe Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins Familienhaus Magdeburg,

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die Einladung zu Ihrer Jubiläumsveranstaltung danke ich Ihnen herzlich. Ich bin ihr gerne nachgekommen. Ich möchte Ihnen heute persönlich zum 5-jährigen  Bestehen des Vereins Familienhaus Magdeburg gratulieren und Ihnen, auch im Namen meiner Partei und meiner Fraktion im Stadtrat, meine Anerkennung für Ihr engagiertes Wirken aussprechen.

Viele Einwohnerinnen und Einwohner Magdeburgs profitieren bereits von Ihren Angeboten.

In einer Stadt wie Magdeburg, die gekennzeichnet ist von hoher Arbeitslosigkeit, von einer hohen Anzahl an Kindern die im Regelkreis von Hartz IV aufwachsen, sind die Initiativen, Veranstaltungen und Beratungsangebote Ihres Vereins  besonders wichtig. Sie ermöglichen gerade vielen Benachteiligten ein Maß an gesellschaftlicher Teilhabe, die sie sonst nicht hätten.

Wichtig ist, dass Sie nicht nur zugeguckt haben, sondern die Initiative ergriffen haben, den Verein Familienhaus Magdeburg gründeten und erste Projekte starteten.

Besonders dort, wo der Wohlfahrtsstaat in seiner Gesamtheit versagt, wo Hilfe für die von Armut besonders Betroffenen notwendig ist, da greifen Sie als Verein ein, da helfen Sie mit einer breiten Palette von Angeboten. Mit den sozialpädagogische Familienhilfen, dem Projekt für Mütter in Ausbildung, mit dem Elternfrühstück oder mit der Krabbelgruppe. Überall finden Familien Kontakt zueinander, können sich austauschen und finden professionellen Rat.

Viele Angebote wurden bislang im Kinder- und Jugendhaus Werder verwirklicht, die Angebote des KJHs wurden durch Ihre sinnvoll ergänzt. Leider gab eine zu große Zahl unter den Stadträten dem KJH Werder keine Zukunft, obwohl gerade auch dort ein entsprechendes Angebot wichtig war und wichtig ist.

Ob es dafür ausreichenden Ersatz geben wird und ob die Familien und  die Kinder und Jugendlichen, die früher den Werder nutzten, nun Angebote anderer Einrichtungen, auch Ihrer, nutzen werden, können wir nur hoffen.

Die Angebote Ihres Vereins setzen auch dort an, wo Schule nicht mehr leisten kann, was sie könnte und auch sollte. Bildungsteilhabe steht jedem jungen Menschen zu. Sie bieten viele Zugänge, die sonst manchem verschlossen blieben.

Die vielen Kreativangebote und der Experimentierclub sind hier zu nennen.

Heute kann man sagen, können Sie sagen, der Verein Familienhaus Magdeburg hat sich zu einem starken und nicht mehr wegzudenkenden Akteur der sozialen Arbeit in Magdeburg entwickelt.

Aufgabe der sozialen Arbeit ist es, niedrigschwellige Angebote für alle zu bieten und soziale Nachteile auszugleichen. Viele dieser Nachteile, sind Folge nachhaltiger gesellschaftlicher Ausgrenzung. Die sollten, auch durch ihre Arbeit, überwunden werden. Davon sind wir aber leider noch weit entfernt.

Ob das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung dabei eine wirkliche Hilfe ist, sehe ich zumindest skeptisch. Seien Sie jedoch gewiss, dass wir das uns Mögliche tun werden, die zur Verfügung stehenden Mittel so sinnvoll wie eben im gesetzten Rahmen möglich zu verteilen, damit wenigstens die auch bei denen ankommen, die sie besonders brauchen.

Und so werden auch Ihre Aufgaben in Zukunft nicht weniger werden, es werden viele neu hinzukommen, die Angebotspalette wird sich erweitern, es wird vielleicht auch mal die eine oder andere Aufgabe, auf die sich mit Stolz zurückblicken lässt, wegfallen. Sie, Ihr Verein und die vielen Ehrenamtlichen, werden aber immer reichlich Aufgaben finden.

Daher möchte ich heute für die in den letzten 5 Jahren geleistete Arbeit, für das große ehrenamtliche Engagement, nochmals danken und für die Zukunft alles Gute und viele spannende Projekte hier am neuen Ort wünschen.

Rosemarie Hein