Wofür ich stehe

Dr. Rosemarie Hein

Ich will dafür streiten, dass Menschen in diesem Land sich ein erfülltes Leben gestalten können - gleich ob Mann oder Frau, gleich ob jung oder alt. Niemand soll ausgegrenzt werden.

Deutschland gilt längst als ein Land mit wenig Kinderfreundlichkeit, darum gilt Kindern und Jugendlichen unsere besondere Aufmerksamkeit. Viele Forderungen der LINKEN finden heute immer mehr gesellschaftliche Akzeptanz: Der Rechtsanspruch auf Betreuung für Unter-Drei-Jährige wurde verankert, allerdings ohne Ganztagsanspruch. Das Schulsystem in Deutschland steht massiv unter Kritik. Deutschlandweit einheitliche Lehrergehälter werden eingefordert, einheitliche Lehrpläne, Lehrbücher und vieles andere mehr. Aber die Forderung nach Zentralisierung des Bildungssystems, die man heute aller Orten hören kann, reicht nicht, wenn nicht gleichzeitig das Schulsystem verändert wird, damit soziale Gerechtigkeit auch beim Zugang zu Bildung gesichert werden kann. Erfolgreiche Wege in den Beruf, auch unter neuen Bedingungen, lebenslanges Lernen als Bildungsrecht, gebührenfreies Studium – alles Stichworte, die viel politische Arbeit und endlich Entscheidungen erfordern. Dem möchte ich mich gerne stellen, damit Chancengleichheit und gleiche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen nicht zum Schlagwort verkommen.

DIE LINKE will dafür streiten, dass Menschen ihre Dinge selbst in die Hand nehmen können. Dafür bedarf es der Vorsorge: der Daseinsvorsorge, des solidarischen Ausgleiches, sozialer Gerechtigkeit bei der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, besseren Bildungszugang und Nachhaltigkeit. Das macht emanzipatorische Politik aus. Dafür will ich mich im Bundestag einsetzen.




Pädagogisches Credo

Von Rosemarie Hein


Ein Kind entdeckt

da ist ein Ding,

das dunkel sein kann und

hell,

doch es weiß nicht warum.

Wenn es sieht,

da ist ein Knopf,

auf den man drücken kann,

und der die Lampe leuchten

lässt,

dann strahlen seine Augen

vor Freude

und es sucht weiter nach

neuen Wundern.

Ich helfe ihm, dass es sie

findet.


Hennigsdorf 1969/70